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Märchen müssen sein

Friedenmachen lernen    15:                                         Olympia mal anders

Und es begab sich aber zu der Zeit, dass die alten Griechen vor lauter Krieg nicht mehr weiter wussten und ihre Frauen zu Hause der Priester und alten Männer überdrüssig geworden waren. Da kamen die Frauen auf dem Markt zusammen und beratschlagten, was nun werden solle.
So entstand die Demokratie.
Am dritten Markttag danach hatte die schöne Olympia eine Idee. Sie war in ihrer Jugend Tempeldienerin gewesen und heiratete danach einen ihrer Kunden. Das war ein wohlhabender Ackerbürger. Die Beziehung zu den olympischen Priestern hatte sie nie aufgegeben. Die Familie profitierte von den Informationen aus dem Olymp.
Mit ihren Freundinnen beschloss sie folgendes:
Die Priester rufen ein langes Fest für die Götter aus, zu dem alle großen Wettkämpfer, die auch allesamt die größten Krieger waren, einzuladen sind und währenddessen die Waffen schweigen müssen. Die Männer kommen nach Hause, legitimieren den Nachwuchs, erholen sich vom Krieg und es gibt jede Menge Spass.
Die Priester waren erst nicht gerade begeistert, aber nachdem die Frauen gedroht hatten, sie beim Rat wegen Nötigung anzuzeigen und die Männer gegen sie aufzuhetzen, ansonsten aber auf die vielen Opfergaben vor und während des Festes für den Sieg im Wettkampf und auch danach für den Sieg im Krieg verwiesen, gaben die Priester klein bei, begannen das Spektakel vorzubereiten und wussten im übrigen, vier Jahre sind länger als vier Wochen.
Und so ging alles seinen sozialdemokratischen – später sozialistischen – Gang.
Es wurde ein großes, glänzendes Fest. Danach entbrannte der Krieg um so heftiger, bis auf den heutigen Tag.

Aber nun sollte die Zeit gekommen sein, Geschichte endlich einmal anders herum aufzuziehen und wieder sollten es Frauen sein, die das bewerkstelligen – nicht die Quotenfrau mit den sieben Kindern, die hat schon andere Ziele, die anderen Soldatinnen auch nicht.
Die Vielen, die ihre Haut zu Markte tragen, die wären die richtigen. Sie sollten ein politisches Programm für ein Gesellschaftsexperiment auflegen und jedes Mal zusammen mit der Rechnung den Männern präsentieren:
•     Das Neue Fest dauert nicht 4 Wochen, sondern fast 4 Jahre, die eigentliche Olympiade.
•     Die Waffen ruhen, es werden auch keine gehandelt, jedenfalls nicht über Grenzen hinweg.
•     Opfergaben für den Sieg sind tabu, Opfer für die Kriegsopfer sind angemessen zu entrichten.
•     Nach 3 Jahren und 3 x 3 Monaten Frieden sind 8 Wochen Rüstung und militärische Ausbildung erlaubt, Waffenexporte nicht.
•     Wer dann Krieg will, darf 4 Wochen Krieg machen, mit allen Schikanen, irgendwo in der Wüste, wo er keinen größeren Schaden anrichten kann.

Geschichte kann man nicht vorhersehen oder vorhersagen, sie ist offen. Märchen sind Märchen, Träume sind Träume, nicht Schäume.

Aber es gibt Propheten und Prophezeiungen.
Credo, ich glaube, wenn so ein Experiment ein einziges Mal durchgeführt worden ist – es wären nur 4 Jahre -, wird jeder nur einigermaßen denkende Mensch erkennen und für alle Zeit wissen, wie absurd es ist, Waffen herzustellen um Krieg zu führen und wie absurd das ist, was eine bestimmte Sorte Politiker und die mächtigen Finanzhändler uns immer wieder einzureden versuchen.                                                                                       rto.150222

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