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Kinderarzt i.R.: Friedenmacher, 80

Kein Wahlkampf – vielmehr Friedensarbeit

170827September
Friedenmachen lernen (Facebook, publiziert 6. Juni Weltkindertag· neu bearbeitet 27. Aug 2017 in Vorbereitung des 1. September – Weltfriedenstag.
Kommentar zum Thema „Vegan oder vegetarisch?“
Reinhold Tomczak: Das wichtigste ist die Balance, das Fließgleichgewicht, die Homöostase … , Menschen sind Allesfresser, wie die Schweine. Sie können sich gut vegetarisch ernähren und benötigen dazu nur die halbe Bodenfläche unserer heutigen Nahrungsmittelwirtschaft, die auf maximalen Gewinn in Geld, genauer Profit, getrimmt ist. Kinder benötigen aber essentielle Aminosäuren aus tierischem Eiweiß, solange ihr Gehirn noch nicht fertig entwickelt ist. Die sind bei rein pflanzlicher Ernährung von den ärmeren Menschen im gegenwärtigen Wirtschaftssystem kaum bezahlbar. Wenn die Reichen vorbildlich vorangehen, OK, das fällt ihnen nicht schwer. Aber es reicht eben nicht. Über 2/3 der Menschen sind arm und die Schere geht immer weiter auseinander.

Wir müssen die Regeln ändern, den Krieg als staatliche Institution und das Gegeneinander abschaffen. Wir müssen versuchen, aus tödlicher Konkurrenz fairen Wettstreit um optimale Lösungen zu machen und Gerechtigkeit aus Fairness (John Rawls) in täglicher Arbeit praktizieren.

Gewaltsamer Kampf bringt keine Lösung, jede Revolution fraß am Ende ihre Kinder, weil Gewalt Gegengewalt als psychologisches Verhaltensmuster herausfordert und keine Macht der Welt zu klein ist, als dass sie nicht missbraucht werden könnte. Missbrauch ist der Macht immanent. Solange strukturelle Gewalt und gewaltsame Sanktionen Grundregeln von Legislative, Judikative und Exekutive sind, wird dauerhafter Friede kaum je zu erreichen sein.
Grundeinkommen unter den Bedingungen von Kooperation in gemeinnütziger Arbeit, Negativ-Zins in Geld als Umlaufsicherung von Human-Kapital, gemeinschaftliches Arbeitsvermögen als Wertanker für Regionalgeld und Optimieren von Energieerzeugung resp. -transformation etc. wären staatliche Aufgaben der Daseinsvorsorge und Fürsorge als Hilfe zur Selbsthilfe für die Ärmsten, nachgehende Fürsorge bzgl. Gesundheit und Alter sowieso. Die Gesellschaften werden aber von vorneherein ordnungspolitisch nicht so organisiert und systematisch Marktregeln überlassen, die Ökonomen als Gesetze deklarieren und dem Wachstumsparadigma unterwerfen. Üppig finanzierte Thinktanks, Beratungsfirmen, Medien, Lobbyisten, die Werbeindustrie und dergleichen PR-Instrumente, viele käufliche Politiker auch, bringen das unter die Massen, an Marie Musterfrau und Egon Mustermann, die kleinen Leute auf der Straße.

Die öffentliche Meinung ist, wie auch die Preise, absolut manipulierbar, weil Finanzökonomie im wesentlichen aus von Psychologie abhängigem menschlichen Verhalten in überkommenen Mustern besteht und über das Unbewusste, das Unterbewusstsein, gesteuert und reguliert werden kann. Das wird heute, mathematisch modelliert, in Strategie-Computern durchgespielt, wie das Kriegshandwerk auch.

Drehen an einzelnen ökonomischen Stellschrauben wird daher die Misere nicht beenden, ersetzt nur ein Imperium durch ein anderes, beendet nicht die Verschwendung von Steuergeldern für Waffen, Militär & Co und Krieg (MIK, Dwight D. Eisenhower -Abschiedsrede als US-Präsident 1961), weil auch diese Produktion „Arbeitsplätze“schafft, weil der „Wiederaufbau“ nach Katastrophen profitabel ist und „Wirtschaftswunder“ zur Folge hat.

Herrschaft ist unnatürlich. Sie wird durch machtgeile Menschen mit Absicht mittels Framing in die Natur hineinprojiziert, der Evolution unterstellt, als Recht des Stärkeren, den Schwachen zu fressen.

Frieden ist der Weg (Gandhi), muss tagtäglich praktiziert und erarbeitet werden. Sonst ist der Friedhof mit seinen Kriegerdenkmälern das Ziel, wo Erlösung und Paradies in den Sternen stehen.
Humane Menschenrechte im Einklang mit allen Lebewesen wären besser als anthropozentrischer Humanismus, bei dem nur der Mensch im Mittelpunkt steht. Die Religionen, Philosophie, Sitte, Moral und Ethik sind hier gefordert. Curie, Kirchen und Staat versagen hier regelmäßig, weil sie als Herrschaftsinstrumente missbraucht werden.

Doch vor der Ethik kommt die Logik. So war es jedenfalls bei Aristoteles. Die Wirklichkeit der Prozesse ist komplex und mehr als die bloße Realität der Dinge und Sachverhalte, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Die Medaille hat nicht nur 2 Seiten, eine helle und eine dahinter, sondern auch einen Rand, auf dem die Bedingungen vermerkt sind. Wir können sie nur in ihrer Gänze erfassen, wenn wir selber denken und nicht falschen Propheten in Social Media oder dem Mainstream folgen. Doch selbst die Semantik ist von Kriegs- und Kampfvokabeln durchsetzt, wie die Medien von laufenden Bildern des Krieges. Die Wirtschaft folgt einer Kriegslogik, Wirtschaftspolitik des Staates ist die Fortsetzung interessengeleiteten Beutemachens auf Kosten der planetaren Biosphäre mit militärischen Mitteln. Ganz zu schweigen von Linguistik und Rethorik, die so oder so eingesetzt werden können.

Wenn es uns nicht gelingt, Frieden präzise zu definieren und eine Friedenslogik zu etablieren, die modernen Ansprüchen der Menschlichkeit genügt, sieht die Zukunft der Menschenwelt düster aus. Enrico Fermi könnte recht behalten.

Dazu benötigen die Kinder der Welt ein gut entwickeltes Gehirn durch ausreichende, vollwertige Ernährung, damit sie eine Kultur des Friedens entwickeln und einrichten. Denn Kultur ist die Basis einer Menschengemeinschaft im Einklang mit der Natur, nicht Ökonomie, die unsichtbar zwischen Kellerwänden ihren Platz haben kann und in Zukunft von Automaten und Computern erledigt wird, wenn sie als Friedensökonomie organisiert wird.
Das geht nur ohne Krieg, denn Waffen fressen das Brot der Ärmsten.

Aber auch alle Nebenkriegsschauplätze, wie Impfgegnerschaft, esoterische Irrationalitäten, Nationalismus, Geheimdtümelei, Elitedenken, staatlich gefakte Verschwörungstheorien und dergleichen mehr, mit denen die kriegerischen Demagogen und „Sicherheitsapostel“ die Friedenskräfte von ihrer Tagesarbeit abzulenken versuchen, sollten verlassen und ignoriert werden. Wir müssen uns auf die eigentlichen Probleme konzentrieren und keine Ressourcen verschwenden.

Die Drei ist eine magische Zahl.
Wir sollten nun endlich anfangen, Abrüstung zu finanzieren, anstatt 2% des BIP für Aufrüstung einzuplanen. 130 Mrd. € Steuergeld will UvD Leyen in den nächsten 15 Jahren zusätzlich allein für neue Waffen und Ausrüstung ausgeben. Wolfgang hat zugestimmt, unsere schwäbische Sparminister-Hausfrau. Seine Politik, für den eigenen Nationalstaat ökonomisch absolut erfolgreich und daher von den Mainstream-Medien und der Kanzlerin lautstark betrommelt, die in der EU aber die desaströsen Ergebnisse des 2. Weltkrieges auf Kosten der armen Südländer reproduziert und die in der UN-Charta sowie vielen Nachkriegsverfassungen, auch der deutschen, formulierten Ziele für einen Weg zu Frieden aus Gerechtigkeit völlig auf den Kopf stellt und in ihr Gegenteil verkehrt, ist inakzeptabel, weil sie die Aufrüstung und die Gewaltherrschaft, weil sie Krieg forciert, auch Krieg in der EU, nicht nur randständig oder am Hindukusch – Krieg in der ganzen Welt.
Parteien, die das auch wollen, sind nicht mehr wählbar. Eigentlich sind es fast alle größeren, auch die Linke. Auch sie ist trotz aller gegenteiliger Verlautbarungen auf dem Wege dahin, wenn sie durch Finten und Tricks irgendwie versucht, mit an die Macht zu kommen. Gegen Macht haben alle herkömmlichen Parteien nirgendwo etwas einzuwenden. So etwas haben Macher eben nicht auf dem Schirm.

Aber gerade Macht, Gewalt, Herrschaft und die daraus resultierenden Verhaltensmuster machen das gegenwärtige Elend in über zwei Dritteln unserer wunderschönen Welt aus, führen immer wieder zu Krieg, organisierter Kriminalität, Terror, Flüchtlingselend und neuen Terroristen. Das ist staatliche Praxis. Damit können wir die massiven, auf uns zukommenden Aufgaben bzgl. Klimawandel, Ressourcenverknappung, Anstieg der Meeresspiegel, Extremwetterlagen, Fluchtbewegungen als neue Völkerwanderung etc., nicht bewältigen.

Wir sollten etwas tun, einfach arbeiten und nicht mehr darum herumreden.

Gründen wir Genossenschaften, Stiftungen, andere gemeinwirtschaftliche Vereinigungen und richten wir permanente Zukunftswerkstätten (Robert Jungk) mit Hilfe der neuen Kommunikationsmöglichkeiten und Vernetzungen ein (liquid democracy, Marina Weisband). Setzen wir auf Äquivalenz-Ökonomie (W. Paul Cockshott/Allin Cottrell; Arno Peters).

Keine Parteien mehr! Friedenmachen verschafft uns die Zeit, die wir brauchen, um den gegenwärtigen Kurs zu korrigieren und die Transformation unserer Gesellschaften vorzubereiten, deren Rahmenbedingungen reiche Eliten, Finanzmärkte und Bank-Schattenreiche zur Geldvermehrung sind, wie BlackRock , Goldman-Sachs , Deutsche Bank etc..

Dann können wir sie in einem Mehrgenerationen-Prozess gewaltlos-evolutionär in demakratäre biotopische Gemeinschaften umwandeln, die Vorzüge der von uns Menschen kraft unseres Schöpfertums geschaffenen technisch-technologischen Evolution so gezielt nutzen, dass auch allen anderen Lebewesen und dem wunderbaren blauen Planeten Terra Gaia kein Schaden mehr zugefügt wird.

Der Sonne helfen mit ihrer Hilfe!

Gegenseitiger Vorteil, nicht zum Schaden Dritter!

Wir haben die Wahl.                                                               rto.170827

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OFFENER BRIEF AN DIE FRIEDENSBEWEGTEN

Friedenmachen aktuell: Minderheitenvotum – Netzwerk III

Der Kampf gegen Atomwaffen, hervorgegangen aus einer starken Ostermarsch-Bewegung zu Zeiten der West-Ost-Blockkonfrontation, angefeuert durch die Proteste gegen den Vietnam-Krieg weltweit sowie der Kampf gegen Rüstung und Krieg überhaupt, sind und waren immer wichtig und notwendig, weil die meisten Menschen leichter für Kampf gegen etwas zu mobilisieren sind, als für die Mühsal von Sisyphus-Arbeit in den tagtäglichen „Mühen der Ebenen“.
Das Gemeinschaftsgefühl, welches Kampagnen und Demos erzeugen, ist nicht zu unterschätzen.
Wenn die Friedensbewegung jedoch heute bilanzieren müsste, so ist keines der Ziele, die nach dem schrecklichen 2. Weltkrieg formuliert worden waren, auch nur zeitweise erreicht worden. Die Wege zum Frieden, die in der UN-Charta und in einer Reihe von nationalen Nachkriegs-Verfassungen aufgezeigt wurden, sind in Wirklichkeit nie beschritten worden.
Im Gegenteil – Aufrüstung und der kalte Krieg um die Vorherrschaft durch das westliche oder das östliche Imperium kennzeichneten das Klima in der Welt mit vielen Stellvertreterkriegen um Ressourcen, Macht und Einfluss. Auch den beim Gedenken nach 100 Jahren an den Beginn des 1. Weltkrieges vielbeschworenen 70-jährigen Frieden in Europa hat es trotz des Zustandekommens der Europäischen Union mit den Verträgen von Rom nicht gegeben. Sogar die beiden NATO-Mitglieder Griechenland und Türkei haben um Zypern Krieg geführt und ihre nationalen Grenzen durch diese Insel gezogen. Die NATO hat den Balkan erobert und US-Militärstützpunkte bis an die Grenzen Russlands und Chinas vorgeschoben.
1961 hatte der scheidende Präsident der USA, Dwight D. Eisenhower, in seiner Abschiedsrede ausdrücklich vor dem militärisch-industriellen Komplex gewarnt, dessen komplexer Einfluss ihm als erfahrenen Militär, Weltkriegs-General, Generalstabschef und Oberbefehlshaber zur Genüge bekannt war.
Heute hat man nachgerade den Eindruck, dass dieser nun globale MIK inkl. der dazugehörigen und untereinander durch Doppel-Informanten und -Agenten vernetzten Dienste und Special Forces bei aller Konkurrenz sich auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt hat: Nicht zuzulassen, dass jemals generelle Abrüstung in Gang kommt.
Denn aus Steuergeldern finanzierte Rüstungsproduktion und Waffenkonsum durch Militär und Krieg sind das Überdruckventil einer durch Überproduktionskrisen geschüttelten angebotsorientierten Marktwirtschaft und ganz nebenbei auch das Instrument, um den Zugriff auf die notwendigen Naturressourcen und Rohstoffe zu sichern, in Beutegreifer-, Glücksspieler- und Revolverhelden-Manier a la Hollywood.
Inzwischen ist Geld zur schärfsten Waffe geworden, jede andere ist dafür käuflich.
Kein Wunder, dass die Umsätze in der Finanzindustrie die der Realwirtschaft und der zugehörigen Dienstleistungen schon Ende der 90er Jahre um das 100fache übertrafen und infolge der IT-Revolution heute soviel in Computern erzeugtes virtuelles Geld samt seiner Derivate nahe Lichtgeschwindigkeit in Kabel- und Satelliten-Netzwerken um den Globus kreist, sich im automatisierten Hochfrequenz-Handel mit in der Potenz wachsenden Geschwindigkeiten so vermehrt, dass menschliche Hirne sich das nicht mehr vorstellen können und deshalb verdrängen.
Wird schon gut gehen, Reichtum hat noch keinem geschadet?
Die Regeln und Privilegien dafür schaffen Lobbyisten und Politiker in den Regierungen. Das Ganze riecht nicht nur nach, sondern ist staatlich organisierte Kriminalität durch eingebaute Gesetzeslücken, bewusste Nichtverfolgung von Wirtschafts-Straftaten, aber auch unmittelbar straflos ganz direkt, nebst der Fortsetzung von Wirtschaftspolitik mit geheimdienstlichen und militärischen Mitteln, mit Krieg eben.
Die Folgen sind alle Arten von privat organisierter Kriminalität. In den grauen informellen Märkten von Drogen-, Waffen-, Menschenhandel etc. realisiert sie ihre Praxis inklusive Geldwäsche. Flüchtlingselend infolge Krieg, resultierende, aber auch mit Hilfe von öffentlich-rechtlichen wie privaten Medien samt „Social Media“ wie Unterhaltungs-Industrie künstlich und programmiert geschürte Unsicherheit werden schamlos und gegen jedwede Sitte, Moral und Ethik verstoßend bis zum Gehtnichtmehr ausgenutzt – z.B. bei der feindlichen Übernahme des privaten Schleusergeschäftes in der Türkei durch den Staat, die wegen der Flüchtlingsproblematik aus politischen Gründen von der EU mit hohen Summen aus Steuergeldern honoriert wird.
Kleinasien ist sowieso seit jeher Transitroute für Waffen in Krisengebiete hin und Drogen aus dem Goldenen Dreieck, Mittelasien, Afghanistan etc. bis China zurück nach Europa. Gewaschenes Geld aus diesen Geschäften war seit langem Bestandteil des türkischen Staatshaushaltes, wie die WELT schon in den 90er Jahren zu berichten wusste. Heute kommt noch das Öl dazu, das der IS mit riesigen Tanklaster-Kolonnen aus dem Irak nach Europa verschiebt, uns einen billigen Spritpreis bescherend und was immer auch noch. Die Problematik ist sehr, sehr komplex – doch Unsicherheit durch Krieg ist am Ende der Beweiskette immer wieder auszumachen.
Sie ist jedoch durch Kampf gegen Krieg, Rüstung und Atomwaffen allein, oder gar durch „Krieg gegen den Terror“, der im Gegenzug immer mehr Terroristen und Terror erzeugt, nicht zu bewältigen.

Wir benötigen endlich eine andere Strategie der Friedensbewegung mit Projekten von konkreten Utopien, die sich im Kleinen praktisch verwirklichen lassen und wissenschaftlich interdisziplinär begleitet, evaluiert, optimiert, sich hoch skalieren lassen – sie sollten nicht  durch Spenden finanziert werden, um die die einzelnen Gruppen und Organisationen konkurrieren, sondern durch zinslose Kredite in Regionalgeld und Spezialgeld von No-Profit-Gesellschaften und Crowd-Founding, Stiftungen, Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften. Diese Friedensproduktion zur Deckung der Grundbedürfnisse muss sich binnen eines überschaubaren Zeitraums unter den Bedingungen einer 20-Stunden-Woche selbst tragen, wer Luxus will, darf länger arbeiten, dieser sollte definiert und die Bedingungen vereinbart werden, wie auch regionale gemeinnützige Arbeit für ein Grundeinkommen der Familien z.B., auch Stadt-Land- Kooperativen zur Nahrungsgüterproduktion und dezentraler Erzeugung und Speicherung von alternativen Energien, die in Dörfern und Ackerbürger-Städten vor sich geht, während städtische Zentren Wissenschaft, Kultur und Innovationen für den ländlichen Raum liefern.
Einzige Prämisse und kleinster gemeinsamer Nenner: Ein Plan für Abrüstung, der von einem völkerrechtlich legitimierten Gremium in kürzester Zeit erarbeitet und in nationalen Referenden, Volksabstimmungen, bei denen Jugendliche nach dem 14. Geburtstag wahlberechtigt sind, mit einfacher Mehrheit beschlossen wird. Ein demokratisches UN-Wahlverfachren nach dem in  D I E   Z W Ö L F vorgeschlagenen Modell sollte das möglich machen.

Bis zu dieser Abstimmung unterbindet eine robuste UN-Task Force jedweden Waffen-, Munitions- und Treibstoffexport in Krisengebiete sowie Regionen, wo schon gewalttätige Auseinandersetzungen stattfinden.
Der endgültige Schritt hinauf auf den Weg des Friedens, den Mahatma Gandhi gemeint hat, wird eine längere Vorbereitungszeit in Anspruch nehmen. Die Transformation des Wirtschaftssystems dazu hat schon lange begonnen. Sie nimmt allmählich Fahrt auf und wird durch die zunehmenden Zwänge beschleunigt, die sich aus Klimawandel und Ressourcen-Knappheit ergeben.

Alle Hochkulturen in der Menschheitsgeschichte sind als temporär große Reiche in einer Periode von Kriegen untergegangen und durch neue Imperien abgelöst worden. Mehrfach haben lachende Dritte das Rennen gemacht.
Wir können das dieses Mal vermeiden, ausreichende Erfahrungen liegen vor und die technischen und soziologischen Möglichkeiten sind so groß wie nie zuvor. Wir haben eine reale Chance, wenn wir endlich klug werden und kooperieren, anstatt in tödlicher Konkurrenz gegeneinander zu kämpfen und letztlich immer wieder Kriege zu führen. Womöglich kann man nur aus eigenen Fehlern lernen, aber davon haben wir Lebenden uns schon zur Genüge geleistet.

Ein letztes Argument: Ein Atomkrieg droht nicht unmittelbar. Die Abschreckung funktioniert. Dem Vernehmen nach hatte die untergegangene Sowjetunion nicht nur den ersten Satelliten im Orbit, sondern auch rechtzeitig vor dem Verbot der oberirdischen Atomwaffenversuche 1963 eine praxisreife „Weltvernichtungsmaschine“ entwickelt, während die Militär-Wissenschaftler der US-Army sich nicht einigen konnten und die beim Test Starfish Prime im Juli 1962 gewonnenen Erkenntnisse im Giftschrank der Pentagon verschwanden.
4 H-Bomben spezieller Bauart (NEMP), in berechneten Positionen mehrere hundert km über der Erdoberfläche zeitgleich gezündet, ionisieren die gesamte Erdatmosphäre. Der entstehende flächendeckende Blitz läuft 10x schneller, als ein Gewitterblitz. Bereits nach 4 ns werden 90 % des Maximalwerts erreicht. Dieser Maximalwert übertrifft in seinen Auswirkungen jedes menschliche Vorstellungsvermögen. Alle elektrischen Sicherungen brechen, jeder nicht „gehärtete“ Schaltkreis, jeder Computer, jedes Smartphone ist dauerhaft unbrauchbar. Das Licht geht aus, jedes zivile Fahrzeug bleibt stehen etc. Die Zivilisation ist erledigt, das Paradies geschlossen.

Das wird keiner riskieren. Aber es gibt Unfälle. Abrüsten und Friedenmachen lernen ist die einzige Alternative. Die vermeintliche Sicherheit durch Aufrüstung ist nicht die Lösung, sondern das Problem.
Militär ist das Restrisiko unseres Heimatplaneten, keine Elite.

rto.170326

 

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Weltfriedenstag 2016

Friedenmachen lernen: 1. September 2016
Definitionen: K r i e g

Krieg ist staatlich organisierte Kriminalität gegenüber dem Volk und zu Lasten des Volkes, das in nationale Grenzen eingesperrt ist, die es oft nur unter Lebensgefahr überwinden kann, wenn es sich durch Flucht der Gefahr für Leib und Leben im Krieg entziehen will.
Dabei wird geltendes Recht von verantwortungslosen Politikern außer Kraft gesetzt, indem Gewaltherrschaft ausgeübt und Kriegsrecht ausgerufen wird. Neuerdings wird dabei nicht einmal mehr das geltende Kriegsvölkerrecht in Anspruch genommen, das außer acht gelassen wird, wenn Staaten oder Warlords Kriege ohne Kriegserklärung anzetteln und informell über lange Zeit führen.

Krieg ist die Fortsetzung einer falsch motivierten, fehlerhaft durch den Staat organisierten Wirtschaftspolitik mit militärischen Mitteln.
Das Wirtschaftssystem, eigentlich uralt, welches auf Vorteilsnahme in gewinnorientiertem Handel und Meistbegünstigung der Kaufleute untereinander beruht, basiert auf Kriegslogik und auf tödlicher Konkurrenz, wenn die Gewinn-Margen groß genug sind, ist im Grunde Kriegswirtschaft zum Nachteil des Volkes, das vom Staat zum Krieg verpflichtet wird und im Krieg umkommt.
Kapitalismus, Finanz-Kapitalismus sind nur die jüngsten Varianten dieser Kriegs-Ökonomie auf dem jeweilig spezifischen Technologieniveau.
Der gescheiterte Realsozialismus war keine wirkliche Alternative, rüstete auch militärisch auf, praktizierte Marktwirtschaft und Ausbeutung der Menschen sowie der Natur. Das Staatseigentum an natürlichen Ressourcen kam dem Volk weiterhin nur eingeschränkt zugute, ohne chancengleiche Teilhabe. Die Gewinne strichen Parteien und Nomenklatura als Diktatoren sowie ihre karrieregeilen Höflinge ein – Eliten.

Krieg wird von absolut winzigen Minderheiten geführt, von Eliten untereinander in sicheren Positionen – um Macht zu vergrößern, Herrschaft zu befestigen und um Beute zu machen.
Die stärkste Waffe im Krieg ist Geld. Wer das meiste Geld hat, hat die größte Macht.
Krieg verbraucht viel Geld, das der Staat trotz hoher Besteuerung des arbeitenden Volkes nicht hat. Um Krieg zu führen, muss sich der Staat Geld gegen Zins von Leuten leihen, die viel davon haben, zu viel.
Seine Politiker, wie vormals die absolutistischen Alteinherrscher, Kaiser, Könige, Religionsfürsten etc., haben die Gesetze so gemacht – zugleich auch so, dass viel Geld wieder dahin zurückfließt, wo schon das meiste ist, aus Staatshand in Privathand, wie Wasser ins Meer.

Krieg wird vorbereitet, indem Steuergeld für Kriegsforschung, Waffenkäufe, Militär und mediale Programmierung, Propaganda,  einschlägige Unterhaltung etc. ausgegeben wird, mit der wiederum viel Geld in Privathand fließt, eine win-win-Situation zwischen Staat und Privat.
Bei jeder durch Forschung erarbeiteten Innovation werden zuallererst zwei Fragen gestellt:
Lässt sie sich als Kriegswaffe verwenden? Lässt sich Geld damit verdienen?
Sehr viel Geld lässt sich mit Waffen und Munition verdienen, sie sind idealtypische Waren – Konsumartikel. Dual-use-Güter für Militär sind das gleichfalls, in aller Regel viel teurer, als die für den zivilen Markt.
Weil Geld die stärkste Waffe ist, lässt sich das meiste Geld mit dem Kaufen und Verkaufen von Geld und seinen Derivaten, den „Finanzprodukten“ verdienen – je mehr Geld in der Welt ist, um so mehr.
Das geschriebene Recht, die Gesetze, sind vom Staat extra dafür so gemacht. Die von der Gesellschaft eingeübten ungeschriebenen Regeln sind das auch und sind hilfreich, sind Gewohnheitsrecht.

Krieg lässt jeden Beteiligten schuldig werden, ist wegen des erzeugten Unrechts und der resultierenden Ungerechtigkeit die Primärquelle jedweder Kriminalität, besonders der organisierten.

Krieg ist als Staatsprogramm von Anfang an in der Frühentwicklung bei allen Kindern verhaltenspsychologisch mehr oder weniger wirksam, er ist in den Bildern, in der Sprache und im Verhalten der Erwachsenen nicht zu übersehen und nicht zu überhören, in Krisengebieten körperlich wirksam und das auch als Armut, Hunger und Krankheit auf dem größeren Teil der Erde.
Die archaische Prägung von Knaben als Jäger und Krieger beeinflusst angeborenes Verhalten höchstwahrscheinlich aus dem Genom heraus und wird in jeder Generation von den Erziehern (Eltern, Familie, Gesellschaft und Staat), überwiegend immer wieder neu bekräftigt. Krieg ist insofern psychologisch selbst-programmierend, solange Krieg gemacht wird.
Umso schlimmer, dass nun auch Frauen für das Kriegshandwerk zugelassen sind und Mädchen dafür vorbereitet und dazu missbraucht werden.

Obwohl der Mensch auch Natur ist, kann Krieg nicht als Naturzustand angesehen werden, wie irrtümlich sogar Immanuel Kant in seiner Aufklärungsschrift „Zum ewigen Frieden“ meinte erklären zu können.
Seine Charakteristika erhält Krieg erst durch die technisch-technologische Evolution, die dem menschlichen Gehirn entsprang und von menschlichen Händen in Gang gesetzt wurde.
Psychologisch sind Ängste der Ursprung von Krieg und Ängste sind zugleich Kriegsfolgen.
Krieg wird von Menschen gemacht. Ängste werden medial gezielt geschürt, um Krieg gegen jede Vernunft in die Wege zu leiten.

Menschen wollen Frieden. Wir könnten ihn machen, genau so wie Krieg – gemeinsam!

 

PS: Ich bin kein Pazifist, weil ich jeden herkömmlichen Ismus ablehne.
Keiner kann die komplexe Wirklichkeit der Welt erklären, jeder bildet nur Teilaspekte ab, ist interessengeleitet, fordert zur Parteinahme auf und praktiziert permanent Konkurrenz, die als Evolutions-Prinzip in der vormenschlichen Natur nur partiell und temporär wirkte seit es Sinnesorgane gibt – während Kooperation von Anfang an permanent wirkt und ohne Arbeitsteilung die dauerhafte Entstehung von Leben, seine evolutionäre Entwicklung vom Einfachen zum Komplexen mit der immerwährenden Wiederherstellung der Balance, des Fließgleichgewichts zwischen Kooperation und Konkurrenz, gar nicht möglich gewesen wäre.
Arten, die sich diesem selektiven Prozess nicht schnell genug anpassen konnten, sind ausgestorben.
Der Mensch kann in der Natur nicht durch Kampf gegeneinander, sondern nur durch Arbeit miteinander bestehen.
Natur wirkt aus Sicht des Menschen beim genauen Hinsehen selten friedlich, da stimme ich Kant zu. Das wird gezielt genutzt zur Fehlinterpretation des Darwinschen „survival of the fittest“ als das Naturrecht des Stärkeren zur Herrschaft über die Natur und Seinesgleichen, was von monotheistischen Religionen sogar als Gottesbefehl ausgelegt wurde und von deren Fundamentalisten mit dualistischer Strenge von „Gut“ und „Böse“ immer noch wird, andererseits Machtmenschen zur Begründung und Rechtfertigung ihres Herrscher-Verhaltens dient.
Aber Menschen wollen mehrheitlich keinen Krieg, viele sehen sich inzwischen auch durch ihre Fähigkeiten zur Beeinflussung der technisch-technologischen Evolution in die Lage versetzt, endlich Frieden zu machen anstatt Krieg, wenn sie ihr bisheriges Programm, ihr Verhalten und die Regeln ändern.
Jeder, der dabei mitmacht, ist mein Freund. Feinde brauche ich dazu nicht.

rto.160901

Geplant vor 25 Jahren

 

Reinhold Tomczak  https://www.facebook.com/reinhold.tomczak.9

Ab 1995 wurden diese Kriege finanziert, das lässt sich an den SIPRI-Statistiken ablesen, und damit wurden die Friedensdekaden der UN und des ökumenischen Rates der Kirchen 2001-2010 konterkariert und liefen ins Leere. Über die Hälfte der Milleniiumsziele der UN für 2015 wurden verfehlt, die Kindersterblichkeit unter 5 Ja. stagniert bei 6 Mill. jährlich (UNICEF), jede Minute sterben in den armen Ländern 12 Kinder an Hunger und leicht vermeidbaren Krankheiten, jetzt ….. , jetzt ….. , und Jetzt . . . . .
1Minute

Terrorwarnung am Karfreitag

Friedenmachen aktuell             Grüße zu de Ostermärschen 2016

 

Zynisch will ich auf gar keinen Fall wirken, aber es fällt mir zunehmend schwer, das zu vermeiden

Die aktuelle Flüchtlings- und Terrorhysterie in allen Leitmedien deckt so einiges zu, was im Hintergrund läuft, einschließlich operativer Vorgänge von Diensten und Spezial-Kommandos ganz im Geheimen, die immer im Spiel sind, wenn neue Kriege oder Kriegsschauplätze eröffnet werden sollen.

Die Einzelereignisse haben alle charakteristischen Merkmale von Spezial-Operationen. Und das Dauerfeuer zeigt Wirkung.

Waren es bei „Pearl Harbor“ und 9/11 noch über 3000 tote Amerikaner, die „das Volk“ überzeugten, dass der Eintritt in den 2. Weltkrieg bzw. der Beginn des Dauer-Weltkrieges „gegen den Terror“ alternativlos war, so reichen nun ab und zu mal zweistellige Werte und ein paar Enthauptungen in Handy-Videos aus dem Morgenland – so schrecklich und verdammenswert sie auch sind – bei dementsprechender Medienpräsentation, um die Kriegssuppe am Köcheln zu halten und die umgerechnet fast 2.000 Mrd US-$ Steuergeld (SIPRI) als Militärausgaben global zu rechtfertigen.

Body Count, wie tagtäglich in den News, ist mir fremd. Doch seit 1945 sind lt. UNICEF in den armen Ländern weltweit über 1 Milliarde Kinder unter 5 Jahren verhungert, an simplen Durchfällen oder an durch Impfung vermeidbaren Krankheiten gestorben, weil kalter, auch heißer Krieg war und immer noch ist – 10mal mehr als alle direkten Kriegstoten des 20. Jahrhunderts inkl. Musa Dagh-Völkermord, Stalin-Gulag, Hitler-Holocaust, Pol Pot-Genozid etc. etc. …

Das UN-Millenniumziel, die Kindersterblichkeit 1990 von 12,7 Mill. jährlich bis 2015 auf ein Drittel zu reduzieren, wurde verfehlt. Sie stagniert seit Jahren auf einem 6-Mill-Plateau, das sind 16.000 Kinder jeden Tag, 700 Kinder jede Stunde oder elf Kinder pro Minute. (UNICEF 2015)

Wie groß ist er ökologische Fußabdruck unserer Verteidigungsministerin mit den 130 Mrd. € für die nächsten drei 5-Jahrespläne unseres deutsch-globalisierten militärisch-industriellen Komplexes, die auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2014 schon mal vorab von Feldprediger Gauck präsidial abgesegnet wurden.

Große Kriege sind nicht mehr möglich, Massenvernichtungswaffen bedrohen inzwischen auch die Kriegsverursacher selbst. Die effizientesten Tötungsinstrumente und -maschinen sind schon lange nicht mehr einsetzbar und trotzdem immer noch einsatzbereit und kosten und kosten, weil sie sich rechnen.

Dem Menschengehirn entspringende Technologie-Evolution führte ein Grundprinzip der „Märkte“, das Paradigma „unendlichen Wachstums“ ad absurdum.

Das Volk“ realisiert das nur noch nicht und geht gegen aufgestellte Vogelscheuchen auf die Barrikaden, weil es sich bedroht fühlt – es ist bedroht!

CETA/TTIP ist dabei nur eins von vielen Mitteln zum Zweck, die bisherigen Handelshemmnisse für Waffen- und Rüstungsex- und Importe sowie andere profitable Konsumgüter wie Drogen, Menschen und Dienstleistungen jeglicher Art, auch krimineller, niederzureißen. Geld zirkuliert ja sowieso schon grenzenlos.

Bei dem gegenwärtigen Sicherheitskonzept der großen EU-Industrienationen geht es in erster Linie darum, unter Ägide der NATO nicht Friedenslogik (bei Aristoteles kam die Logik vor der Ethik), sondern gewaltsam Kriegsrecht und komplette Überwachung dauerhaft inmitten der Zivilgesellschaft zu etablieren, ohne Rücksicht auf demokratische Legitimation, Menschenrechte, Menschenwürde und persönliche Integrität der Bevölkerung, allein zum Nutzen des militärisch-industriellen Komplexes und der globalen Finanzoligarchie einiger weniger reicher, marktbeherrschender Familien, die alle Regierungen wegen ihrer Staatsverschuldung im Würgegriff halten und alle Welt ärmer machen.

Geld regiert die Welt, mehr noch, es wird zur Waffe gemacht, IT macht ´s möglich. Die schwarze Null von Wolfgang Schäuble ist lediglich ein Heimvorteil im europäischen Konkurrenzkampf und tut dem Süden Europas absolut weh, solange die „Märkte“ Priorität haben und die Troika dort regiert.

Die Menschen können sich wehren. Nicht, indem sie gegen Vogelscheuchen auf die Straße gehen, sondern sich zusammentun, Kooperation und Konkurrenz wieder in Balance bringen und gemeinsam auf dem Friedenspfad vorangehen, für ein fernes Ziel arbeiten – nicht Reichtum für wenige, Wohlstand für alle in einer anderen, gerechteren Welt. Die ist möglich, wenn die 2/3-Mehrheit, die in Umfragen gegen Gewalt und Krieg votiert, sich verbindet, vernetzt und unter diesem kleinsten gemeinsamen Nenner zusammenarbeitet – Friedenmachen lernen!

Eine spezielle Möglichkeit ist Verfassung vom Volk e. V. in statu nascendi. Es gibt noch viel mehr.

Dieser Prozess hätte schon 1989 beginnen müssen und können.

Die Kohl-Regierung damals hat das Geschenk einer politischen Lösung, die ihr ein Teil der DDR-Bevölkerung mit seiner friedlichen Revolution machen wollte, ausgeschlagen und eine kaufmännische, marktwirtschaftliche, kriegerische NATO-Lösung bevorzugt, Nichtausweitung der NATO nach Osten versprochen und nicht gehalten, hat die Zustimmung Gorbatschows zum 2+4 Vertrag mit Millionen in Diplomatenkoffern illegal erkauft (Horst Teltschik, Kohls Kanzleramtsberater, u.a. 1991/92 Geschäftsführer der Bertelsmann-Stiftung, 1999-2008 Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz, 2003-06 , Präsident von Boeing Deutschland und Vizepräsident Boeing International für Europa, hat sich in einem TV-Interview später damit gebrüstet), obwohl Sowjet-Regierungen schon vorher seit 1952 dreimal eine politische Lösung der Einheit Deutschlands angeboten hatten, hat den Freund Deutschlands delegitimiert, der dann vom alkoholkranken Günstling Europas Boris Jelzin weg geputscht wurde und seitdem in seiner Heimat als Volksverräter gilt – aber immer noch wird die Beziehung Gorbatschow – Kohl in den deutschen Medien als Männerfreundschaft verkauft. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.

Einigt Euch! Revolution hat es nicht gebracht – rEVOLUTION ist angesagt und Arbeit – Arbeit – Arbeit … , für die Zukunft unserer Enkel, nicht gegen irgendwelche Ismen, andere Worthülsen oder von den Apologeten der Vergangenheit in Stellung gebrachte Phantome.

Ostermärsche sind wichtig, als Wege der Verbundenheit und Energiequellen für Optimisten, zum persönlichen Austausch von Erkenntnissen und Ideen unter Freunden. Wenn sie zur Vernetzung beitragen und die Kooperation im Alltag fortgesetzt wird, ist ein wesentliches Teilziel erreicht. Lasst Euch nicht aufhalten, auch wenn die Leitmedien nur tendenziös und verzerrt, wie ehemals in der DDR berichten.

Wir schaffen das!“

rto. 160325

Flüchtlingselend – wirklich wirkende Ursachen

Friedenmachen aktuell                  Über die Hintergründe der Katastrophe

i. m. Mani Stenner
1954 – 2014

Die ideologische Militarisierung der letzten Jahrzehnte in Deutschland mit dem Höhepunkt Anfang 2014, als höchste Staatsrepräsentanten, wie vormals Feldprediger und Marke­tenderin, auf der Münchener Sicherheitskonferenz sich vor diesen Kar­ren spannten, samt unserer weltmeisterlichen Bronzemedaille als Waf­fenexporteur erster Klasse, fliegen uns diesen Herbst in Form des Flüchtlingselends um die Ohren.
Nun muss die notwendige Akuthilfe aus Barmherzigkeit, aber auch we­gen unserer eigenen Zukunftsinteressen laufen, so gut es geht.

Genau so wichtig ist es, als Ursache immer wieder zur Sprache zu bringen, dass es der Krieg ist, der zu all dem führt, dass diese Kriege, unmittelbar nach dem sich Totrüsten des Ostblocks, von 1995 an sichtbar (das lässt sich an den SIPRI-Statistiken ablesen), systema­tisch vorbereitet, angezettelt und geführt wurden, dass ALLE Industrie-Nationen, westliche wie östliche, mit den Ölstaaten des mittleren Ori­ents als Zwischenhändlern, Waffen und Munition dafür liefern, dass die Logistik und die Wege für Waffen, Munition, Drogen, Menschenhandel etc. und nun auch für das lukrative Flüchtlingsgeschäft ein und diesel­ben sind, dass die gesamte organisierte Kriminalität – staatliche, ge­heimdienstliche inkl. Spezialkommandos, die international bandenmä­ßige und die globalisiert finanztechnische – daran beteiligt und eine Riesenmenge Geld dabei im Spiel und auf dem Markt ist.

Die Bekämpfung dieser wirklichen Ursachen für das Flüchtlings­elend ist politisch nicht gewollt, denn sonst würden Staaten die Grenzen nicht gegen die Flüchtlinge befestigen und sperren, sondern verhindern, dass Waffen, Munition und Geld über sie hinweg transpor­tiert werden, was keineswegs leicht, aber besser machbar wäre, als das momentane dilettantisch unter Zank und Streit der politischen Akteure laufende Verfahren.
Nur 10% der 1.750 Mrd. US-$ –, jährlich an Steuergeld weltweit von den UN-Mitgliedstaaten direkt für Waffen, Militär und Krieg ausgege­ben, reichten aus, den Wahnsinn zu stoppen, die Konfliktherde auszu­trocknen und durch Hilfe zur Selbsthilfe den Flüchtlingen in ihren Hei­matländern das Leben lebenswert zu machen.
Ein politischer Paradigmenwechsel, der in der Folge zu Abrüstung und Frieden ohne Waffen führt, liegt nach wie vor in weiter Ferne, wenn ihn die Zivilgesellschaft, die Masse der Bürger nicht erzwingen kann. Sie allein sind dazu in der Lage, aber erst, wenn sie Weltbürger geworden sind, aufgehört haben, sich in nationalen Egoismen heimisch, heimat­lich zu fühlen, oder sich als Konkurrenz-Europäer, -Amerikaner, -Chi­nesen etc. zu begreifen – dann, wenn sie sich allenfalls noch kulturell einer Ethnie zugehörig fühlen, jedoch sich von niemandem mehr einre­den, neolinguistisch einprogrammieren lassen, dass jemand mit einer anderen Kultur, Religion, Weltsicht, Hautfarbe oder beliebiger Merk­male ihr Feind wäre.

Motor der spaltenden Prozesse (ARNO PETERS, ebenda S. 20), die wechselwirkend zu dem vor­liegenden katastrophalen Ergebnis führen, ist der Markt an sich, nicht das Kapital, das Geld, das ist nur eines von vielen Instrumenten und Werkzeugen – eins der wirksamsten, das steht außer Frage.
Werkzeuge entwickeln sich und werden entwickelt, wechseln – wech­seln ihre Rolle.
Und die „Gier“ ist nicht die Ursache unseres Dilemmas, auch wenn sie das Feuilleton wieder und wieder als solche benennt. Eine ganze Reihe von gewöhnlichen menschlichen Verhaltensmustern, transitive wie in­transitive, erweisen sich am Markt als erfolgreich, wenn es darum geht, sein Gegenüber beim Austausch von Gütern und Dienstleistungen ge­winnbringend übers Ohr zu hauen (weil ja geredet wird), über den Tisch zu ziehen (in seine Nähe, weil dann die Rede noch eindringlicher ist).
Warum erfolgreiche Verhaltensmuster von Generation zu Generation „vererbt“ werden, ist naheliegend – warum die Benachteiligten aus ih­rem Verhalten wenig lernen, ist komplexer Natur, das müssen Verhal­tenspsychologen erforschen und zu erklären versuchen. Die Verkaufleu­te wissen es intuitiv und nutzen es.

Markt als System ist mindestens 10.000 Jahre alt und hat sich als Krieg jeder gegen jeden etabliert – Konkurrenz – die das Geschäft belebt. Das Sinnbild des Dschungels dafür ist ein apologetischer Denkfehler.
Dschungel ist ein gut funktionierendes Ökosystem, solange der Mensch nicht hineinpfuscht.

Friedlich ist Dschungel nicht, Krieg und Frieden sind menschliche Ka­tegorien, keine Naturphänomene, werden von uns auf Tiere und Pflan­zen projiziert, um Menschenverhalten teleologisch zu begründen.

Markt funktioniert nach Regeln, die keine Naturgesetze sind, sondern Menschenwerk, und die Regeln sind alt, uralt. Aus dem Verhalten von Menschen abgeleitet, werden sie zielgerichtet so modifiziert, dass sie Verhalten von Menschen steuern und regeln können, ohne dass es de­nen jederzeit bewusst ist.
Das Ziel ist die Selbsterhaltung des Marktes unter Beibehaltung der bisher geltenden Grundregeln, Gesetze und Durchführungsverordnun­gen für
1. Arbeit,
2. Geld ,
3. Eigentum an Naturressourcen als Produktionsmittel

zum Vorteil derer, die am Markt profitieren.

Das Wesen des Marktes ist Vorteilsnahme, der Vorsprung der Händler gegenüber den alles bezahlenden Konsumenten, ist Meistbegünstigung.

Dabei ist die Interessenlage komplex und ambivalent, Händler koope­rieren nur temporär und zielgerichtet mit ihresgleichen, solange es um gemeinsame Interessen geht, ansonsten sind auch sie bzw. sie auch Konkurrenten untereinander.
Konsumenten sind zugleich sowohl Produzenten bzw. Dienstleister, als auch „Arbeitnehmer“ (Konkurrenten), die vor dem Verkauf ihrer Ar­beitsleistung zum Lebensunterhalt der Familie den Kontrakt mit dem Unternehmer (Untennehmer?) aushandeln müssen, auch wenn sie das an gewerkschaftliche Unterhändler delegieren können. Und sie agieren, handeln als Kleinanleger am Finanzmarkt, nicht nur direkt durch Kauf von „Finanzprodukten“, sondern sogar bei jeder Versicherung und auch, wenn sie sich eine sozialstaatlich geförderte zusätzliche Alters­vorsorge wie die Riester-“Rente“ finanzieren (was kaum einer der Be­troffenen so richtig realisiert). Auch als sie sich im vorigen Jahrhundert Zinsen auf dem Sparbuch gutschreiben ließen, war das so.
Und immer dabei – Konkurrenz. Jeder gegen jeden! Am Ende Krieg. Der ist das Überdruckventil für die systemimmanenten Überprodukti­onskrisen, schafft neuen Absatz, wenn nichts mehr geht, füttert die grauen Märkte der organisierten Kriminalität.
Als die menschlichen Gesellschaften noch weitgehend auf Realwirt­schaft beruhten, hielten sich die Auswirkungen dieser sozial kontrapro­duktiven Fehlorganisation in Grenzen. Die Gewinne der einen waren die Verluste der anderen, wer sowieso wenig besaß, hatte auch kaum et­was zu verlieren, ausgleichende Ungerechtigkeit sorgte für Umvertei­lung unter den Angehörigen der Oberschicht, der „ehrliche Kaufmann“ war noch hochangesehen.
Mit dem Eintritt ins Computerzeitalter änderte sich das extrem. Zwar waren schon vorher die Weichen in Richtung Finanzwirtschaft gestellt worden, die Weltwirtschaftskrise nach dem 1. Weltkrieg war eine Folge davon, und sie traf die kleinen Leute und Kriegsopfer am härtesten. Alle hatten Verluste, doch es ist ein großer Unterschied, ob man von wenig die Hälfte verliert, oder von viel.
Arme fallen dabei unter das Existenzminimum, Habenichtse scheinen im Vorteil, in der allgemeinen Not fehlt ihnen jedoch dann auch das Nötigste.

Kein Vergleich aber mit der heutigen Situation, bei der es sich um eine Überproduktionskrise von Geld und Finanzderivaten han­delt. Die Geldmenge wächst exponentiell. Mit den Kursen an den Bör­sen in immer größeren Amplituden schwankend, läuft die Kurve immer steiler nach oben. In wenigen Jahrzehnten sind aus den Millionen in den Statistik-Tabellen und dementsprechend in Zeitungsmeldungen und News Milliarden, in wenigen Jahren aus den Mrd. Billionen geworden. Das sind Sprünge um jeweils 3 Größenordnungen. Die Riesenverluste bei den Abschwüngen betreffen längst nicht mehr einzelne Player, sie werden zu Verlusten der gesamten Gesellschaft, von denen einzelne profitieren, weil sie darauf gewettet haben.

Die virtuelle Geldmenge in den Computerspeichern hat längst jeden Bezug zur Realwirtschaft verloren und führt, von Algorithmen manipu­liert und vermehrt, ein Eigenleben im Hochfrequenzhandel. Anderer­seits ist Geld psychologisch ohne Realwirtschaft nicht denkbar, weil diese außerdem die Lebensgrundlagen der ebenfalls – wenngleich viel langsamer als die Geldmenge – wachsenden Menschheit schaffen muss.
Vagabundierendes Kapital sucht sich zwangsläufig die Geschäfte, bei denen der höchste Gewinn zu erwarten ist, also die grauen Märkte der organisierten Kriminalität, Militär und Kriege samt Folgeerscheinungen in der Realwirtschaft, sowie in der Finanzwirtschaft die Bereiche, die durch Lücken in Gesetz, aber noch vielmehr durch Lobbyaktivität pass­gerecht gemacht, vielversprechend sind.

In diesem Licht betrachtet, ist die vor fast zwei Jahrzehnten von der FED in den USA begonnene und in den vergangenen 10 Jahren von der EZB für Europa übernommene Niedrig- resp. Null-Zins-Politik markttechnisch nur folgerichtig, wenn auch zivilisatorisch verheerend im wahrsten Sinne des Wortes. Das Management dieser von demokrati­schen Kontrollgremien, staatlichen und sonstigen zivilgesellschaftli­chen Direktiven „unabhängigen“ Finanzmarktorganisatoren ist vorwie­gend durch die Schule von Goldmann-Sachs gegangen, im globalen Fi­nanzkonglomerat BlackRock u. ä. mehr oder weniger konspirativen Bünden vernetzt und mit einschlägigen Think Tanks sowie Medienkon­zentrationen verbunden. Diese Systeme sind heute die Weltherrscher, die Herren des Spiels als Globalplayer, und sie haben durch ihr Werk­zeug Lobbyismus mehr Macht als jeder vormalige Kaiser, jeder heutige Staatspräsident und jede Kanzlerin.

Die Klammer, die all das zusammenbindet, ist die stillschweigende, ungeschriebene Vereinbarung als imperative Direktive, dass mit dem Geld aus den Gewinnen von Finanzmarktspekulationen, genau wie mit den viel geringeren aus Produktion und Dienstleistungen, in den kleinen Stückelungen auch im Supermarkt bezahlt werden kann, noch besser, Grund und Boden, andere Naturressourcen und jedes Produkt, jede, auch kriminelle Dienstleistung der Welt privat gekauft, jeder willi­ge Politiker bezahlt und korrumpiert werden kann, damit die bisherigen Markt-Grundregeln erhalten bleiben und Optimierung nur in eine Rich­tung stattfindet: Freihandel, Freiheit für alle, aber die meiste Freiheit fürs Geld und für die, die das meiste haben.

Die Grundregeln sorgen für die Spaltung der Gesellschaft in wenige Reiche und viele Arme, in Herrscher und Beherrschte, in zwei Klassen.
Jahrtausende lang sorgten absolutistische Herrscher, Clanchefs, Häupt­linge, Fürsten, Emire, Könige, Fürstbischöfe, Sultane, Kaiser und Päps­te mit der Hilfe von Priestern, Kriegern, Händlern, Advokaten und höfi­schen Lakaien für den Bestand dieser Grundregeln, in Stein gemeißelt seit HAMMURABI, danach dem Buch der Bücher dreier monotheistischer Religionen, dem Römischen Recht, dem BGB und vielen weiteren Ge­setzestafeln.
Die Helfer jeweils wurden fürstlich mit Titeln, Privilegien, Grundeigen­tum, anderen Pfründen und Geld entlohnt, was bis in die heutige Zeit nachwirkt.
Über 2000 Jahre benötigte Demokratie, in diese Rolle hinein zu wach­sen und füllt sie nun seit 200 Jahren differenziert, mehr oder weniger gut aus, ohne die Grundregeln zu korrigieren oder gar zu wechseln.
Religionen, Propheten, Philosophen, andere große Geister und Revolu­tionäre mit ideologischen Gesellschaftsexperimenten im Nachgang konnten daran wenig ändern.
Die Regeln blieben, gravierten Steinzeit-Verhaltensmuster immer wei­ter fortlaufend durch prägende Erziehung, auch durch das Prinzip Stra­fe und Belohnung – Zuckerbrot und Peitsche, Leckerli und Liebesent­zug sowie analoge Dressurmethoden – in das Generationen-Gedächtnis und bestätigten überdies für jede neue Generation angeborenes Verhal­ten aus dem Genom der Menschen.

Dabei wird nun schlussendlich die Diskrepanz zwischen den unter­schiedlichen Evolutionsgeschwindigkeiten von biologischen Indi­viduen, Arten und Ökosystemen einerseits, der von den Menschen als Handfertigkeit und Denkleistung eingebrachten Technik/Technologie inklusive Kultivierung andererseits, deutlich sichtbar, – wobei letztere den Lebensplaneten Erde entscheidend verändern, immer schneller ver­ändern, auch die resultierenden oberflächlichen Verhaltensmuster der Menschen generationsweise, z. T. regional unterschiedlich verändern, das Grundverhalten aber weitestgehend unbeeinflusst lassen. –
Biologische Evolution hat naturgesetzlich fixierte, langsame Zeitabläu­fe. Technologie beschleunigt sich eigengesetzlich nach dem Chaos-Prinzip, von Erfindern und Erfindungen, vom Markt auch, beeinflusst.
In dem Maße, wie Gehirnleistungen informationstechnisch nachvollzo­gen werden können, wird eine Tendenz zur Verselbständigung immer wahrscheinlicher. Künstliche Intelligenz scheint so nicht mehr unmög­lich.
Dieser Entwicklung können menschliche Steinzeit-Verhaltensmuster wie Egoismus, Kampf jeder gegen jeden, tödliche Konkurrenz, Krieg etc. nicht mehr gerecht werden, weil die Gefahr der Selbstvernichtung, des Aussterbens der Art – vieler Arten – besteht.
Das Abschaffen von Waffen, Militär und Krieg kann nur ein dringlicher Notbehelf, ein unabdingbarer erster Schritt sein. Im bestehenden krie­gerischen Wirtschaftssystem wird jede Technik, jede Erfindung zur Waffe, wenn sie dementsprechend gegen Konkurrenten und nicht uni­versell kooperativ eingesetzt wird.

Notwendig ist eine geisteswissenschaftlich fundierte, sozial­politisch gestaltete gesellschaftliche Transformation als Mehr-Generationen-Lernprozess (inkl. Elementen von Verhaltenstherapie), der sozialwissenschaftlich konzipiert, begleitet und evaluiert, aber auch sozial planerisch konstruiert und informations-ingenieur-technisch mo­delliert, in Varianten durch Pilotprojekte experimentell ausprobiert, in die Wege geleitet, optimiert und laufend global öffentlich publiziert werden muss.
Anfallende Konflikte sind eine Sache von Mediation.

Eine menschliche Riesenleistung, wie sie unter den Bedingungen gegenwärtiger Wirtschafts- und Bildungsstrukturen nicht zu erwarten ist, aber als politischer Lernprozess auf dem Wege in eine friedliche Welt unumgänglich sein wird.

Friedenmachen lernen, indem Frieden praktiziert wird.
Frieden schaffen ohne Waffen!
Die Friedensaktivisten müssen erkennen, dass sie endlich verbunden und konzertiert zielgerichtet arbeiten und handeln sollten, nicht mehr zersplittert, so aktionistisch wie bisher orientiert, weiterkämpfen kön­nen.
Andere soziale Bewegungen und Netzwerke müssen realisieren, dass sie alle strategisch in erster Linie Friedensbewegung sind.
rto.151015,16,28;1101,02,08

 

Wählergenossenschaft

Friedenmachen aktuell                   Aufruf zum 1. September – Weltfriedenstag 2015

Den Anlass lieferte der Liedermacherabend am 4. Juli 2015 auf der Klosterwiese Banz.

http://www.br.de/mediathek/video/video/songs-an-einem-sommerabend-114.html

Über den Pass ins andere Tal

Liebe Fanny, hej Konstantin, liebe Cynthia, hej eulenfeder
und all Ihr Schwesternbrüder im Geiste,
was für ein herrliches Konzert gestern Abend im BR von der Klosterwiese Banz am 4. Juli, Mutterns 110. Geburtstag. Danke dafür!
Guter Bruder Reinhard, mit Dir möcht ich hoch durch den Regen über die Wolken, 80 werd ich …
Das ist vielleicht der Moment, an dem wir die Zeitlupen-Lawine lostreten, die den Berg hochgeht, zum Pass ins andere Tal, statt runter zu stürzen, alles zerstörend, was am Weg gebaut worden ist, der das Ziel ist und FRIEDEN heißt.
Macht mir die Freude und schenkt es mir zum 80. im September.
WIR gründen eine Wählergenossenschaft und fangen an mit FRIEDENMACHEN, es wird lange dauern, bis alles fertig ist, wahrscheinlich wird es nie fertig, 3 Generationen allein für die vorbereitende Transformation. Aber FRIE_DEN könnten wir in 30 Jahren schaffen.
Wir sind spät dran, die Zeit ist reif.

Machen wir rEVOLUTION?

Machen wir!
Losgeht ´s am 1. September.
Weltfriedenstag!
Jeder bringt drei mit,
eine Schwester,
einen Bruder und
einen Flüchtling von jenseits der Grenze.
Dann sind wir viele.
Dann teilen wir, statt uns spalten zu lassen.
Alle für Eine, einer für alle.                                                            rto.150816

Das macht Laune, Ihr werdet sehen. Das wird uns die Mühen der Ebene vergessen lassen, uns aber auch an die Opfer erinnern, an die der vergangenen, vergeblichen Revolutionen, vor denen wir den Hut ziehen und uns verneigen, nach beiden Seiten.
Dann lasst uns singend arbeiten und feiern, essen, trinken, tanzen am siebenten Tag.
Dabei möcht ich sitzen und zusehn, ich bin schon bissel müde vom vielen DAGEGEN, vom großen Kampf.
Zeigt mir, dass DAFÜR mehr bringt, wenn ich nachher wohlig liege auf Wolke sieben zwischen meiner Mutter und meiner Liebsten und singe „ich bete an die macht der liebe“, Mutterns Lieblingslied, wir rufen zu Euch runter: “HALLELUJA …”, die Herren seid Ihr und seid doch keine Herren mehr, weil Ihr endlich human geworden seid, Menschen.

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