Kein Wahlkampf – vielmehr Friedensarbeit

170827September
Friedenmachen lernen (Facebook, publiziert 6. Juni Weltkindertag· neu bearbeitet 27. Aug 2017 in Vorbereitung des 1. September – Weltfriedenstag.
Kommentar zum Thema „Vegan oder vegetarisch?“
Reinhold Tomczak: Das wichtigste ist die Balance, das Fließgleichgewicht, die Homöostase … , Menschen sind Allesfresser, wie die Schweine. Sie können sich gut vegetarisch ernähren und benötigen dazu nur die halbe Bodenfläche unserer heutigen Nahrungsmittelwirtschaft, die auf maximalen Gewinn in Geld, genauer Profit, getrimmt ist. Kinder benötigen aber essentielle Aminosäuren aus tierischem Eiweiß, solange ihr Gehirn noch nicht fertig entwickelt ist. Die sind bei rein pflanzlicher Ernährung von den ärmeren Menschen im gegenwärtigen Wirtschaftssystem kaum bezahlbar. Wenn die Reichen vorbildlich vorangehen, OK, das fällt ihnen nicht schwer. Aber es reicht eben nicht. Über 2/3 der Menschen sind arm und die Schere geht immer weiter auseinander.

Wir müssen die Regeln ändern, den Krieg als staatliche Institution und das Gegeneinander abschaffen. Wir müssen versuchen, aus tödlicher Konkurrenz fairen Wettstreit um optimale Lösungen zu machen und Gerechtigkeit aus Fairness (John Rawls) in täglicher Arbeit praktizieren.

Gewaltsamer Kampf bringt keine Lösung, jede Revolution fraß am Ende ihre Kinder, weil Gewalt Gegengewalt als psychologisches Verhaltensmuster herausfordert und keine Macht der Welt zu klein ist, als dass sie nicht missbraucht werden könnte. Missbrauch ist der Macht immanent. Solange strukturelle Gewalt und gewaltsame Sanktionen Grundregeln von Legislative, Judikative und Exekutive sind, wird dauerhafter Friede kaum je zu erreichen sein.
Grundeinkommen unter den Bedingungen von Kooperation in gemeinnütziger Arbeit, Negativ-Zins in Geld als Umlaufsicherung von Human-Kapital, gemeinschaftliches Arbeitsvermögen als Wertanker für Regionalgeld und Optimieren von Energieerzeugung resp. -transformation etc. wären staatliche Aufgaben der Daseinsvorsorge und Fürsorge als Hilfe zur Selbsthilfe für die Ärmsten, nachgehende Fürsorge bzgl. Gesundheit und Alter sowieso. Die Gesellschaften werden aber von vorneherein ordnungspolitisch nicht so organisiert und systematisch Marktregeln überlassen, die Ökonomen als Gesetze deklarieren und dem Wachstumsparadigma unterwerfen. Üppig finanzierte Thinktanks, Beratungsfirmen, Medien, Lobbyisten, die Werbeindustrie und dergleichen PR-Instrumente, viele käufliche Politiker auch, bringen das unter die Massen, an Marie Musterfrau und Egon Mustermann, die kleinen Leute auf der Straße.

Die öffentliche Meinung ist, wie auch die Preise, absolut manipulierbar, weil Finanzökonomie im wesentlichen aus von Psychologie abhängigem menschlichen Verhalten in überkommenen Mustern besteht und über das Unbewusste, das Unterbewusstsein, gesteuert und reguliert werden kann. Das wird heute, mathematisch modelliert, in Strategie-Computern durchgespielt, wie das Kriegshandwerk auch.

Drehen an einzelnen ökonomischen Stellschrauben wird daher die Misere nicht beenden, ersetzt nur ein Imperium durch ein anderes, beendet nicht die Verschwendung von Steuergeldern für Waffen, Militär & Co und Krieg (MIK, Dwight D. Eisenhower -Abschiedsrede als US-Präsident 1961), weil auch diese Produktion „Arbeitsplätze“schafft, weil der „Wiederaufbau“ nach Katastrophen profitabel ist und „Wirtschaftswunder“ zur Folge hat.

Herrschaft ist unnatürlich. Sie wird durch machtgeile Menschen mit Absicht mittels Framing in die Natur hineinprojiziert, der Evolution unterstellt, als Recht des Stärkeren, den Schwachen zu fressen.

Frieden ist der Weg (Gandhi), muss tagtäglich praktiziert und erarbeitet werden. Sonst ist der Friedhof mit seinen Kriegerdenkmälern das Ziel, wo Erlösung und Paradies in den Sternen stehen.
Humane Menschenrechte im Einklang mit allen Lebewesen wären besser als anthropozentrischer Humanismus, bei dem nur der Mensch im Mittelpunkt steht. Die Religionen, Philosophie, Sitte, Moral und Ethik sind hier gefordert. Curie, Kirchen und Staat versagen hier regelmäßig, weil sie als Herrschaftsinstrumente missbraucht werden.

Doch vor der Ethik kommt die Logik. So war es jedenfalls bei Aristoteles. Die Wirklichkeit der Prozesse ist komplex und mehr als die bloße Realität der Dinge und Sachverhalte, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Die Medaille hat nicht nur 2 Seiten, eine helle und eine dahinter, sondern auch einen Rand, auf dem die Bedingungen vermerkt sind. Wir können sie nur in ihrer Gänze erfassen, wenn wir selber denken und nicht falschen Propheten in Social Media oder dem Mainstream folgen. Doch selbst die Semantik ist von Kriegs- und Kampfvokabeln durchsetzt, wie die Medien von laufenden Bildern des Krieges. Die Wirtschaft folgt einer Kriegslogik, Wirtschaftspolitik des Staates ist die Fortsetzung interessengeleiteten Beutemachens auf Kosten der planetaren Biosphäre mit militärischen Mitteln. Ganz zu schweigen von Linguistik und Rethorik, die so oder so eingesetzt werden können.

Wenn es uns nicht gelingt, Frieden präzise zu definieren und eine Friedenslogik zu etablieren, die modernen Ansprüchen der Menschlichkeit genügt, sieht die Zukunft der Menschenwelt düster aus. Enrico Fermi könnte recht behalten.

Dazu benötigen die Kinder der Welt ein gut entwickeltes Gehirn durch ausreichende, vollwertige Ernährung, damit sie eine Kultur des Friedens entwickeln und einrichten. Denn Kultur ist die Basis einer Menschengemeinschaft im Einklang mit der Natur, nicht Ökonomie, die unsichtbar zwischen Kellerwänden ihren Platz haben kann und in Zukunft von Automaten und Computern erledigt wird, wenn sie als Friedensökonomie organisiert wird.
Das geht nur ohne Krieg, denn Waffen fressen das Brot der Ärmsten.

Aber auch alle Nebenkriegsschauplätze, wie Impfgegnerschaft, esoterische Irrationalitäten, Nationalismus, Geheimdtümelei, Elitedenken, staatlich gefakte Verschwörungstheorien und dergleichen mehr, mit denen die kriegerischen Demagogen und „Sicherheitsapostel“ die Friedenskräfte von ihrer Tagesarbeit abzulenken versuchen, sollten verlassen und ignoriert werden. Wir müssen uns auf die eigentlichen Probleme konzentrieren und keine Ressourcen verschwenden.

Die Drei ist eine magische Zahl.
Wir sollten nun endlich anfangen, Abrüstung zu finanzieren, anstatt 2% des BIP für Aufrüstung einzuplanen. 130 Mrd. € Steuergeld will UvD Leyen in den nächsten 15 Jahren zusätzlich allein für neue Waffen und Ausrüstung ausgeben. Wolfgang hat zugestimmt, unsere schwäbische Sparminister-Hausfrau. Seine Politik, für den eigenen Nationalstaat ökonomisch absolut erfolgreich und daher von den Mainstream-Medien und der Kanzlerin lautstark betrommelt, die in der EU aber die desaströsen Ergebnisse des 2. Weltkrieges auf Kosten der armen Südländer reproduziert und die in der UN-Charta sowie vielen Nachkriegsverfassungen, auch der deutschen, formulierten Ziele für einen Weg zu Frieden aus Gerechtigkeit völlig auf den Kopf stellt und in ihr Gegenteil verkehrt, ist inakzeptabel, weil sie die Aufrüstung und die Gewaltherrschaft, weil sie Krieg forciert, auch Krieg in der EU, nicht nur randständig oder am Hindukusch – Krieg in der ganzen Welt.
Parteien, die das auch wollen, sind nicht mehr wählbar. Eigentlich sind es fast alle größeren, auch die Linke. Auch sie ist trotz aller gegenteiliger Verlautbarungen auf dem Wege dahin, wenn sie durch Finten und Tricks irgendwie versucht, mit an die Macht zu kommen. Gegen Macht haben alle herkömmlichen Parteien nirgendwo etwas einzuwenden. So etwas haben Macher eben nicht auf dem Schirm.

Aber gerade Macht, Gewalt, Herrschaft und die daraus resultierenden Verhaltensmuster machen das gegenwärtige Elend in über zwei Dritteln unserer wunderschönen Welt aus, führen immer wieder zu Krieg, organisierter Kriminalität, Terror, Flüchtlingselend und neuen Terroristen. Das ist staatliche Praxis. Damit können wir die massiven, auf uns zukommenden Aufgaben bzgl. Klimawandel, Ressourcenverknappung, Anstieg der Meeresspiegel, Extremwetterlagen, Fluchtbewegungen als neue Völkerwanderung etc., nicht bewältigen.

Wir sollten etwas tun, einfach arbeiten und nicht mehr darum herumreden.

Gründen wir Genossenschaften, Stiftungen, andere gemeinwirtschaftliche Vereinigungen und richten wir permanente Zukunftswerkstätten (Robert Jungk) mit Hilfe der neuen Kommunikationsmöglichkeiten und Vernetzungen ein (liquid democracy, Marina Weisband). Setzen wir auf Äquivalenz-Ökonomie (W. Paul Cockshott/Allin Cottrell; Arno Peters).

Keine Parteien mehr! Friedenmachen verschafft uns die Zeit, die wir brauchen, um den gegenwärtigen Kurs zu korrigieren und die Transformation unserer Gesellschaften vorzubereiten, deren Rahmenbedingungen reiche Eliten, Finanzmärkte und Bank-Schattenreiche zur Geldvermehrung sind, wie BlackRock , Goldman-Sachs , Deutsche Bank etc..

Dann können wir sie in einem Mehrgenerationen-Prozess gewaltlos-evolutionär in demakratäre biotopische Gemeinschaften umwandeln, die Vorzüge der von uns Menschen kraft unseres Schöpfertums geschaffenen technisch-technologischen Evolution so gezielt nutzen, dass auch allen anderen Lebewesen und dem wunderbaren blauen Planeten Terra Gaia kein Schaden mehr zugefügt wird.

Der Sonne helfen mit ihrer Hilfe!

Gegenseitiger Vorteil, nicht zum Schaden Dritter!

Wir haben die Wahl.                                                               rto.170827

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