Terrorwarnung am Karfreitag

Friedenmachen aktuell             Grüße zu de Ostermärschen 2016

 

Zynisch will ich auf gar keinen Fall wirken, aber es fällt mir zunehmend schwer, das zu vermeiden

Die aktuelle Flüchtlings- und Terrorhysterie in allen Leitmedien deckt so einiges zu, was im Hintergrund läuft, einschließlich operativer Vorgänge von Diensten und Spezial-Kommandos ganz im Geheimen, die immer im Spiel sind, wenn neue Kriege oder Kriegsschauplätze eröffnet werden sollen.

Die Einzelereignisse haben alle charakteristischen Merkmale von Spezial-Operationen. Und das Dauerfeuer zeigt Wirkung.

Waren es bei „Pearl Harbor“ und 9/11 noch über 3000 tote Amerikaner, die „das Volk“ überzeugten, dass der Eintritt in den 2. Weltkrieg bzw. der Beginn des Dauer-Weltkrieges „gegen den Terror“ alternativlos war, so reichen nun ab und zu mal zweistellige Werte und ein paar Enthauptungen in Handy-Videos aus dem Morgenland – so schrecklich und verdammenswert sie auch sind – bei dementsprechender Medienpräsentation, um die Kriegssuppe am Köcheln zu halten und die umgerechnet fast 2.000 Mrd US-$ Steuergeld (SIPRI) als Militärausgaben global zu rechtfertigen.

Body Count, wie tagtäglich in den News, ist mir fremd. Doch seit 1945 sind lt. UNICEF in den armen Ländern weltweit über 1 Milliarde Kinder unter 5 Jahren verhungert, an simplen Durchfällen oder an durch Impfung vermeidbaren Krankheiten gestorben, weil kalter, auch heißer Krieg war und immer noch ist – 10mal mehr als alle direkten Kriegstoten des 20. Jahrhunderts inkl. Musa Dagh-Völkermord, Stalin-Gulag, Hitler-Holocaust, Pol Pot-Genozid etc. etc. …

Das UN-Millenniumziel, die Kindersterblichkeit 1990 von 12,7 Mill. jährlich bis 2015 auf ein Drittel zu reduzieren, wurde verfehlt. Sie stagniert seit Jahren auf einem 6-Mill-Plateau, das sind 16.000 Kinder jeden Tag, 700 Kinder jede Stunde oder elf Kinder pro Minute. (UNICEF 2015)

Wie groß ist er ökologische Fußabdruck unserer Verteidigungsministerin mit den 130 Mrd. € für die nächsten drei 5-Jahrespläne unseres deutsch-globalisierten militärisch-industriellen Komplexes, die auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2014 schon mal vorab von Feldprediger Gauck präsidial abgesegnet wurden.

Große Kriege sind nicht mehr möglich, Massenvernichtungswaffen bedrohen inzwischen auch die Kriegsverursacher selbst. Die effizientesten Tötungsinstrumente und -maschinen sind schon lange nicht mehr einsetzbar und trotzdem immer noch einsatzbereit und kosten und kosten, weil sie sich rechnen.

Dem Menschengehirn entspringende Technologie-Evolution führte ein Grundprinzip der „Märkte“, das Paradigma „unendlichen Wachstums“ ad absurdum.

Das Volk“ realisiert das nur noch nicht und geht gegen aufgestellte Vogelscheuchen auf die Barrikaden, weil es sich bedroht fühlt – es ist bedroht!

CETA/TTIP ist dabei nur eins von vielen Mitteln zum Zweck, die bisherigen Handelshemmnisse für Waffen- und Rüstungsex- und Importe sowie andere profitable Konsumgüter wie Drogen, Menschen und Dienstleistungen jeglicher Art, auch krimineller, niederzureißen. Geld zirkuliert ja sowieso schon grenzenlos.

Bei dem gegenwärtigen Sicherheitskonzept der großen EU-Industrienationen geht es in erster Linie darum, unter Ägide der NATO nicht Friedenslogik (bei Aristoteles kam die Logik vor der Ethik), sondern gewaltsam Kriegsrecht und komplette Überwachung dauerhaft inmitten der Zivilgesellschaft zu etablieren, ohne Rücksicht auf demokratische Legitimation, Menschenrechte, Menschenwürde und persönliche Integrität der Bevölkerung, allein zum Nutzen des militärisch-industriellen Komplexes und der globalen Finanzoligarchie einiger weniger reicher, marktbeherrschender Familien, die alle Regierungen wegen ihrer Staatsverschuldung im Würgegriff halten und alle Welt ärmer machen.

Geld regiert die Welt, mehr noch, es wird zur Waffe gemacht, IT macht ´s möglich. Die schwarze Null von Wolfgang Schäuble ist lediglich ein Heimvorteil im europäischen Konkurrenzkampf und tut dem Süden Europas absolut weh, solange die „Märkte“ Priorität haben und die Troika dort regiert.

Die Menschen können sich wehren. Nicht, indem sie gegen Vogelscheuchen auf die Straße gehen, sondern sich zusammentun, Kooperation und Konkurrenz wieder in Balance bringen und gemeinsam auf dem Friedenspfad vorangehen, für ein fernes Ziel arbeiten – nicht Reichtum für wenige, Wohlstand für alle in einer anderen, gerechteren Welt. Die ist möglich, wenn die 2/3-Mehrheit, die in Umfragen gegen Gewalt und Krieg votiert, sich verbindet, vernetzt und unter diesem kleinsten gemeinsamen Nenner zusammenarbeitet – Friedenmachen lernen!

Eine spezielle Möglichkeit ist Verfassung vom Volk e. V. in statu nascendi. Es gibt noch viel mehr.

Dieser Prozess hätte schon 1989 beginnen müssen und können.

Die Kohl-Regierung damals hat das Geschenk einer politischen Lösung, die ihr ein Teil der DDR-Bevölkerung mit seiner friedlichen Revolution machen wollte, ausgeschlagen und eine kaufmännische, marktwirtschaftliche, kriegerische NATO-Lösung bevorzugt, Nichtausweitung der NATO nach Osten versprochen und nicht gehalten, hat die Zustimmung Gorbatschows zum 2+4 Vertrag mit Millionen in Diplomatenkoffern illegal erkauft (Horst Teltschik, Kohls Kanzleramtsberater, u.a. 1991/92 Geschäftsführer der Bertelsmann-Stiftung, 1999-2008 Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz, 2003-06 , Präsident von Boeing Deutschland und Vizepräsident Boeing International für Europa, hat sich in einem TV-Interview später damit gebrüstet), obwohl Sowjet-Regierungen schon vorher seit 1952 dreimal eine politische Lösung der Einheit Deutschlands angeboten hatten, hat den Freund Deutschlands delegitimiert, der dann vom alkoholkranken Günstling Europas Boris Jelzin weg geputscht wurde und seitdem in seiner Heimat als Volksverräter gilt – aber immer noch wird die Beziehung Gorbatschow – Kohl in den deutschen Medien als Männerfreundschaft verkauft. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.

Einigt Euch! Revolution hat es nicht gebracht – rEVOLUTION ist angesagt und Arbeit – Arbeit – Arbeit … , für die Zukunft unserer Enkel, nicht gegen irgendwelche Ismen, andere Worthülsen oder von den Apologeten der Vergangenheit in Stellung gebrachte Phantome.

Ostermärsche sind wichtig, als Wege der Verbundenheit und Energiequellen für Optimisten, zum persönlichen Austausch von Erkenntnissen und Ideen unter Freunden. Wenn sie zur Vernetzung beitragen und die Kooperation im Alltag fortgesetzt wird, ist ein wesentliches Teilziel erreicht. Lasst Euch nicht aufhalten, auch wenn die Leitmedien nur tendenziös und verzerrt, wie ehemals in der DDR berichten.

Wir schaffen das!“

rto. 160325

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