D E A L

Friedenmachen lernen                   aktuell:                                   Soli for Greece

Frau Minister von der Leyen, Herr Minister Gabriel, Herr Minister Steinmeier, Herr Minister Schäuble,
Ihrer aller große Erfahrung, politische und soziale Kompetenz, Ihr Einfluss und viel guter Wille ist gefragt, um das Europäische Haus vor erheblichem Schaden zu bewahren.

5 Jahre fehlerhafte Finanzpolitik, methodisch experimentell angelegt, um am Beispiel der kleinen Volkswirtschaft Griechenland Werkzeuge zu entwickeln und auszuprobieren, mit denen dann an wesentlich größeren Brocken die fatalen Folgen der globalen Staatsschuldenkrise gehandelt, managed werden könnten, sind voll in die Hose gegangen.
Die reichen Griechen, aber auch reiche deutsche wie französische Banken und offizielle Investmentbanken, Schattenbanken und dubiose Finanznetzwerke von Wallstreet und London City haben nicht synchron mitgespielt, im Gegenteil, sie haben ihre Schäfchen weiter ins Trockene gebracht. Die armen Griechen sind nun ärmer als je zuvor und mehr sind es auch geworden, nun haben sie die Nase voll und die Notbremse gezogen, wollen das böse Spiel nicht mehr mitspielen, weil ihnen das ganze Mittelmeer bis zum Halse steht, sie sind am Absaufen.
Es wäre perfide, sie zu bestrafen und per Zwangsräumung (wie geplant?) aus dem Europäischen Haus zu werfen.

Die in Relation zu den Riesensummen – Billionen (nicht billions) –, welche die EZB gerade per Mausklick in die Finanzmärkte pumpt, ziemlich mickrigen Liquiditätsprobleme Griechenlands sind leicht zu lösen, zumal ein Staat ja nicht wirklich auf Dauer Pleite gehen kann – Banken schon.
Staaten benötigen lediglich ein bisschen Krieg oder ähnliches, ein Bisschen, einen kleinen Happen, eine Aufrüstungsperiode reicht eigentlich, schon kommt die Wirtschaft in Schwung, schon sprudeln die Steuern wieder kräftiger, die Börsenkurse steigen und es wird richtig Geld verdient. Das passiert gerade in den USA und in Europa. Soll das arme kleine Griechenland davon ausgeschlossen werden? Das wäre so gemein. Die haben doch schon genug gelitten.

Frau Minister hat kürzlich sogar die Blaupause für den Deal geliefert, den wir vorschlagen. In einer sehr praxisrelevanten Verfahrensweise hat sie den klammen Kurden in Kobane unbürokratisch mit wehrtechnischen Naturalien ausgeholfen, ohne auf den Pfennig zu sehen. Der Nachschub für die Bundeswehr ist ja auch versprochen, nicht wahr, Herr Finanzminister?
Das heikle Thema der Waffenlieferung in Krisengebiete spielt bei unserem Vorschlag natürlicherweise auch eine Rolle und wir sind Frau Minister außerordentlich dankbar, dass sie einen Weg an den Genehmigungsgremien vorbei aufgezeigt hat, ein Präzedenzfall, auf den wir uns gerne beziehen werden.

Wir schlagen vor, die vier sauteuren deutschen U-Boote im Werte von 2,85 Mrd. € ( http://www.spiegel.de/politik/ausland/deutscher-u-boot-deal-belastet-griechischen-ex-minister-tsochatzopoulos-a-826870.html ), die sich, nach einer Millionen-Bestechung des damals zuständigen griechischen Minister durch deutsche Firmen, der griechische Staat versehentlich geleistet hat, durch Frau Minister in Kommission zu nehmen und in einem als Bedingung für die Probezeit zu vereinbarendem TTIP-Probelauf zollfrei den USA anzubieten. Die könnten sie statt der üblichen Dollar in Naturalien als ihre routinemäßige US-Militärhilfe nach folgendem Verteiler weitergeben:
–     zwei an Israel, da gibt es diesen Typ 214 in einer anderen Variante sowieso schon,
–     eins an Ägypten,
–     eins an die Ukraine.
Die beiden letzteren haben noch keine Erfahrung mit solch deutscher Hochtechnologie und benötigen entsprechendes Service-Personal wie gehabt (die Peschmerga haben auch Ausbilder zu den deutschen panzerbrechenden Waffen bekommen, sehr zum Leidwesen des NATO-Partners Türkei; über das Geschenk an die Ukraine würde sich Herr Putin gleichermaßen freuen, deshalb noch die folgende Bedingung quasi als NATO-Pilotprojekt für das Morgenland):
Die 4 U-Boote verbleiben mit gemischtem Bordpersonal unter NATO-Kommando auf NATO-Kosten in ihrer Basis in Griechenland und patrouillieren vor der libanesischen Küste und am Horn von Afrika statt der bisherigen deutschen Schiffe, unsere Jungs und Mädels können endlich wieder nach Hause zu ihren Familien, Frau Minister, ganz in Ihrem Sinne einer familienfreundlichen Armee.

Der ganze Deal könnte ohne großen Aufwand mit ein paar Federstrichen, Mausklicks oder WischiWaschi am Touchscreen über die Bühne gehen.
So wäre allen geholfen, mit dem Erlös aus dem Kommissionsgeschäft kann Herr Minister Varoufakis seine von der Troika geschassten Putzfrauen für das griechische Finanzministerium wieder einstellen, ihnen den deutschen Mindestlohn zahlen und auch eine ausreichende Altersvorsorge gewährleisten. Das wäre doch was, Frau ehemalige Sozialministerin, oder war es doch Familie?
Außen- und Wirtschaftsminister werden Ihnen zu Gefallen den Deal mit ihren einschlägigen langjährigen Erfahrungen doch sicher gerne flankierend begleiten.
Beste Erfolgswünsche und pazifistische Grüße für das Team,
mit vorzüglicher Hochachtung,
die kritischen europäischen Bürger von Netzwerk III.                                                            rto.150316

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