Apropos, Waffenexporte und staatliche Waffenlieferungen in Krisengebiete …

Von Tom C. Zak

In der medizinischen Forschung, ich bin Kinderarzt, würde das in etwa bedeuten, Schmerzpatienten und mehrere Kontrollgruppen aus gesunden Personen werden einer schmerzlindernden Bestrahlung (so etwas gibt es) so lange ausgesetzt, bis nach und nach eine Menge Probanden an Krebs erkranken, Strahlenkrebs, wie der Erfinder des Röntgens ihn bekam. Opfer müssen gebracht werden, in der Wissenschaft.
Dann, mit der Begründung, aus den gesunden Probanden seien nun auch Kranke geworden, wird die Bestrahlung mit erhöhter Dosis fortgesetzt, um den Krebs zu therapieren. Strahlentherapie ist eine von mehreren Optionen bei Krebs.
Keine Ethikkommission der Welt würde eine derartig designete Studie genehmigen.

In der Weltpolitik passiert genau das aber gerade in praxi. Mit dem Unterschied, dass, wie in Deutschland eigentlich vorgeschrieben, das Parlament als Ethikkommission erst gar nicht gefragt wird, sondern nur anschließend darüber parlieren darf, ob eine verfehlte Politik mit einer doppelt verfehlten Politik korrigiert werden kann -, ohne dass das Ergebnis der Diskussion noch irgend einen Einfluss auf die Entscheidung haben könnte.
Die Waffen hat nämlich dieses Mal nicht die Waffenindustrie exportiert, das wäre genehmigungspflichtig gewesen und hätte gedauert, der Staat hat sie Kraft seiner Wassersuppe schnell selbst geliefert, war ja Gefahr im Verzuge. Die Exekutive hat die ihr eigene Legislative übertölpelt.
Natürlich muss der Staat nun neue, „bessere“ Waffen bei der Industrie bestellen und kaufen. Nicht umsonst hat der scheidende NATO-Generalsekretär jüngst noch gefordert, alle Mitgliedstaaten sollten ihre „Verteidigungsausgaben“ kräftig erhöhen.

Eingefädelt hat das Ganze die globale Lobby des Militärisch-industriellen Komplexes (Eisenhower hat 1961 diesen Begriff als ehemaliger US-Präsident erstmals in einer Rede verwendet), in Deutschland seit Jan 2014 mit der Hilfe eines Theologen und einer 7fachen „christlich-demokratischen“ Mutter in höchsten Staatsämtern.
Die Mainstream-Medien der Republik blasen ausnahmslos ins selbe Horn, wenige Zwischenrufe ändern daran nichts. Die Zeit ist reif, sturmreif, die Gräfin dreht sich im Grabe um.
Die einen sagen Paradigmenwechsel, die anderen Worte, welche Kindern verboten werden …
Eine, die zweite öffentlich-rechtliche Anstalt hat diese Woche ins Schwarze getroffen, aber das Lachen bleibt uns im Halse stecken. Wir sollten endlich Friedenmachen lernen.
rto.140925

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